Logo IGU

2/2020 Welche Auswirkungen hat Kurzarbeit auf die betriebliche Altersversorgung?

  • Auf Grund der derzeitigen Situation (Corona) verzichten wir auf die gedruckte Zeitschrift, um aktuell zu bleiben. Lesen Sie daher hier die digitale Version unserer Beiträge:


2/2020 Veränderte Mobilität in ungewöhnlichen Zeiten - ein Erfahrungsbericht

  • Auf Grund der derzeitigen Situation (Corona) verzichten wir auf die gedruckte Zeitschrift, um aktuell zu bleiben. Lesen Sie daher hier die digitale Version unserer Beiträge: 


2/2020 COVID-19 verändert die Welt

  • Auf Grund der derzeitigen Situation (Corona) verzichten wir auf die gedruckte Zeitschrift, um aktuell zu bleiben. Lesen Sie daher hier die digitale Version unserer Beiträge:

  •  

     


1/2020 Factfulness - Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist

  • Es ergibt bekanntlich Sinn, hin und wieder alte Sichtweisen zu hinterfragen und vermeintliche Wahrheiten nicht regelmäßig ungeprüft zu akzeptieren. Und in Zeiten von Fake News ist es ziemlich erfrischend, wenn ein Autor ganz auf Fakten setzt. Der 2017 verstorbene schwedische Gesundheitsforscher Hans Rosling war so einer. In seinem Buch „Factfulness“, das sein Sohn Ola Rosling und dessen Ehefrau Anna Rosling Rönnlund zu Ende geführt haben, wird deutlich: Erst wer die Fakten kennt, kann seine Situation richtig einschätzen.

    Das Buch
    Hans Rosling hat es so eindringlich gezeigt wie niemand zuvor: Wenn wir Menschen Fragen über den Zustand der Welt beantworten sollen, liegen wir regelmäßig falsch – egal, ob es um das Bevölkerungswachstum, den Anteil der Menschen in extremer Armut oder die allgemeine Schulbildung von Mädchen geht. Selbst Schimpansen, die ihre Aussagen per Zufall treffen, liefern mehr richtige Antworten als Nobelpreisträger, Investmentbanker und andere Entscheidungsträger. Woran liegt das? Roslings Erkenntnis: Unser Gehirn verführt uns zu einer dramatisierenden Weltsicht, die mitnichten der Realität entspricht. Der Gesundheitsforscher entwirft ein revolutionäres Programm, mit dem wir endlich zu den Fakten zurückkehren und die Welt so sehen können, wie sie tatsächlich ist – und nicht, wie wir glauben, dass sie ist.

    Ein Ausschnitt
    Die Tests des genialen Statistikers und Wissenschaftlers Hans Rosling haben es vielfach belegt: Viel zu viele Menschen haben ein völlig verzerrtes, meist allzu düsteres Bild von der Welt. Diese Sichtweise beeinflusst nicht nur ihr Denken, sondern auch ihr Handeln – und zwar nachteilig. Deutlich wird das schon an einer einfachen Frage: Inwieweit hat sich in den letzten 20 Jahren der Anteil extrem armer Menschen verändert? Hat er sich a) fast verdoppelt, b) nicht verändert oder c) deutlich mehr als halbiert? Letzteres ist richtig. Aber die wenigsten Menschen wissen das. Sie sind viel zu pessimistisch, lieben dramatische Nachrichten und übersehen deshalb systematisch hoffnungsvolle Fakten, so die Erkenntnis Hans Roslings. Mit seinem Buch „Factfulness“ will er genau das ändern: „Hier finden Sie Daten, wie Sie sie bisher nicht kannten: Es sind Daten als Therapie.“

    Mein Leseerlebnis
    Gleich zu Beginn bietet das Buch einen Selbsttest mit insgesamt 13 Fragen, um das eigene Wissen über die Welt zu testen. Nach deren Beantwortung konnte ich dann auch für mich feststellen: Selbst Schimpansen, die ihre Aussagen per Zufall treffen, liefern mehr richtige Antworten … Mein Interesse weiterzulesen war jedenfalls nachhaltig geweckt. Und so steckt dieses kluge Buch voller Ratschläge, die helfen, nach den relevanten Zahlen zu fragen und sie einzuordnen. Das Ziel Roslings, Neugier auf Fakten zu wecken und zum Selbstdenken anzuregen, geht also voll auf. Sehr erfrischend, spannend und empfehlenswert. Wir wünschen eine erkenntnisreiche Lektüre!

    »Dieses Buch ist mein Versuch, Einfluss auf die Welt zu nehmen: Die Denkweise der Menschen zu verändern, ihre irrationalen Ängste zu lindern und ihre Energien in konstruktives Handeln umzulenken.« Hans Rosling

    Die Autoren
    Hans Rosling, geboren 1948 in Uppsala, gestorben im Februar 2017, arbeitete als Professor für Internationale Gesundheit am Karolinska Institutet bei Stockholm. Er war zudem Gründungsmitglied von Ärzte ohne Grenzen in Schweden und Mitglied der Internationalen Gruppe der Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Zusammen mit seinem Sohn Ola Rosling und seiner Schwiegertochter Anna Rosling Rönnlund gründete Hans Rosling die Gapminder Foundation in Stockholm, als deren Direktor er fungierte. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige globale Entwicklung zu fördern und zum Erreichen der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen beizutragen.

    ■ Karsten van Husen


1/2020 Wie streitlustig ist unser Land? - Testen Sie Ihr Wissen!

  • Alle zwei Jahre präsentiert die Generali Deutschland AG eine detaillierte Analyse des Streitverhaltens in Deutschland. „Deutschlands großer Streitatlas 2019“ belegt mit Zahlen und Fakten, wie in der Bundesrepublik gestritten wird. Ziel der Veröffentlichung ist, die Gesellschaft für das steigende Risiko zu sensibilisieren, selbst im Alltag in Rechtsstreitigkeiten verwickelt zu werden. Die Studie bietet spannende Einblicke in die deutsche Streitkultur.

    Sind Sie ein (Rechts)Streitexperte? Testen Sie Ihr Wissen und überprüfen Sie Ihre Vorurteile mit unserem Quiz! Die richtigen Lösungsbuchstaben ergeben in der korrekten Reihenfolge zusammengesetzt eine sichere Hilfe für alle Streitfälle.

    1. Wie viel Prozent der Einwohner Deutschlands waren 2018 in Rechtsstreitigkeiten verwickelt?
    C: 10 Prozent R: 25 Prozent E: 40 Prozent F: 45 Prozent

    2. Wie viele Verfahren haben einen Streitwert über 10 000 Euro?
    B: 5 Prozent U: 10 Prozent Y: 20 Prozent

    3. Wie lange dauern Rechtsstreitigkeiten im Durchschnitt?
    C: Fast 50 % der Rechtsstreite beanspruchen mehr als ein Jahr.
    D: 80 % der Streitigkeiten dauern länger als ein Jahr.
    E: Nach einem Jahr sind 90 % aller Streitigkeiten erledigt.

    4. In welchem Bundesland sind die Bewohner besonders häufig in Rechtsstreitigkeiten involviert?
    P: Bayern Q: Mecklenburg-Vorpommern
    R: Nordrhein-Westfalen W: Sachsen

    5. … Und in welcher Großstadt?
    E: Berlin F: Hamburg G: München H: Köln

    6. In welchem Bereich gibt es die meisten Rechtsstreitigkeiten?
    B: Straßenverkehr und Mobilität C: Privat- und Strafrecht
    D: Arbeitsumfeld E: Wohnen und Miete
    F: Behörden und Finanzen

    7. „Straßenverkehr und Mobilität“: Welche Streitigkeiten sind hier am häufigsten vertreten?
    K: Fahrzeugmängel I: Verkehrsunfälle
    V: Blitzen/Tempoverstöße

    8. „Wohnen und Miete“: Was steht hier an der Spitze?
    A: Kündigung der Wohnung O: Betriebskostenabrechnung
    U: Nachbarschaftsstreit

    9. Wer ist häufiger in einen Rechtsstreit verwickelt?
    S: Männer Y: Frauen

    10. Vertreter welcher Altersklassen sind häufiger beteiligt?
    W: Personen unter 36 Jahren
    T: Personen in einem Alter zwischen 46 und 55 Jahren

    Zum Abschluss ergänzend noch zwei Fragen zu einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes aus 2018:

    11. Wer trägt am Steuer eines Pkw häufiger die Hauptschuld an Unfällen im Straßenverkehr?
    Q: Frauen R: Männer

    12. In welcher Rolle im Straßenverkehr verursachen Frauen häufiger Unfälle als Männer?
    P: Fußgängerin N: Radfahrerin
    O: Autofahrerin T: Motorradfahrerin

    Lösungen:
    1. (R) Jeder vierte Einwohner Deutschlands war 2018 in Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Menschen streiten immer häufiger und heftiger miteinander – vor allem im privaten Umfeld.
    2. (U) Bei jedem zehnten Streit liegt der Streitwert über 10 000 Euro. Im Vergleich zum vorherigen Streitatlas ist dies ein Anstieg um 2,8 Prozent. Verfahrenskosten können übrigens ein Vielfaches des eigentlichen Streitwertes ausmachen.
    3. (C) Fast die Hälfte aller Streitfälle (48 Prozent) dauert länger als zwölf Monate. Das liegt unter anderem daran, dass Streitigkeiten immer häufiger durch mehrere Instanzen gehen.
    4. (R) Ballungsräume in Nord- und Westdeutschland sind Streit-Hotspots. Im bevölkerungsreichsten Flächenland Nordrhein-Westfalen wird am häufigsten gestritten (28,2 Streitfälle je 100 Einwohner). In Mecklenburg-Vorpommern, dem Bundesland mit der geringsten Bevölkerungsdichte, ist die Streitintensität um einiges geringer (23,8). Wenig streitet man auch in Sachsen (24,4) und am friedlichsten lebt es sich in Bayern (21,3). Stadtstaaten ausgenommen.
    5. (H) Allein sieben Städte in der Liste der Top-10-Streitstädte (über 300 000 Einwohner) liegen in NRW. Die Jecken im Rheinland verstehen dabei überraschenderweise am wenigsten Spaß: Köln als Karnevalshochburg nimmt erstmalig den ersten Rang ein (32,2 Streitfälle je 100 Einwohner).
    6. (C) Spitzenreiter unter den Themenbereichen ist das Privat- und Strafrecht (38,4 Prozent). Danach kommen die Themen Straßenverkehr und Mobilität (29,9 Prozent), Arbeitsumfeld (13,1 Prozent), Wohnen und Miete (11,3 Prozent) und auf Platz fünf Behörden und Finanzen (7,3 Prozent).
    7. (V) 36 Prozent der Streitfälle fallen wegen vermeintlich ungerechtfertigtem Blitzen oder zu hohem Tempo an. Verkehrsunfälle bilden den zweiten Schwerpunkt (23 Prozent), Streitigkeiten wegen Mängeln am Fahrzeug (10 Prozent) sind zu großen Teilen dem Dieselskandal geschuldet.
    8. (U) 28,7 Prozent der Konflikte gehen auf das Konto von Nachbarschaftsstreitigkeiten, dicht gefolgt von Unstimmigkeiten über die Betriebskostenabrechnung (28,2 Prozent). Den dritten Platz belegen Rechtsstreitigkeiten rund um das Thema Kündigung der Wohnung (15 Prozent). Besonders streitlustig sind übrigens Mieter und Hausbesitzer in Baden Württemberg und Berlin.
    9. (S) Zoff und Zwist – eine Frage des Geschlechts? Männer sind eher in Rechtsstreitigkeiten verwickelt als Frauen (66,5 Prozent der Beteiligten zu 33,5 Prozent). Männern streiten vermehrt im Bereich Verkehr und Mobilität, Frauen im Bereich Privat- und Strafrecht.
    10. (T) Im Alter zwischen 46 und 55 Jahren sind die Bewohner Deutschlands am häufigsten in Rechtsstreitigkeiten involviert (27,5 Prozent aller Streitfälle). Aber die jüngeren Erwachsenen unter 36 Jahren sind in den vergangenen Jahren deutlich streitlustiger geworden.
    11. (R) Pkw-Fahrerinnen tragen nicht so häufig die Hauptschuld an Unfällen, in die sie verwickelt sind (53,3 Prozent im Gegensatz zu den Männern mit 57,7 Prozent). Das gilt für die Altersklasse bis 64 Jahre. In der Altersgruppe 65 oder älter verschulden häufiger Frauen die Unfälle.
    12. (T) Betrachtet man alle Verkehrsunfälle verursachen laut Statistischem Bundesamt nicht nur männliche Autofahrer häufiger Unfälle, sondern auch männliche Radfahrer oder Fußgänger. Einzig als Fahrerin eines Kraftrades oder einer landwirtschaftlichen Zugmaschine zeigen sich Frauen häufiger verantwortlich als Männer.

    Lösungswort: _ E _ H _ S _ C H _ _ Z_ E _ S I _ _ E _ _ N G

    Hinweis: Den Berechnungen zugrunde liegt die Streitintensität. Die berechnet sich durch die gemeldeten Streitfälle je 100 Einwohner. Hierfür hat die Generali Deutschland – basierend auf Daten ihres Rechtsschutzversicherers Advocard – 390 000 Streitfälle aus dem Jahr 2018 ausgewertet.

    ■ Anne Hilchenbach, Dorothea Meckmann


1/2020 Nachhaltig gut - Geldanlage mit gutem Gewissen

  • Nachhaltigkeit ist „in“, das Modewort kursiert immer häufiger in ganz verschiedenen Bereichen. Aber was genau verbirgt sich eigentlich hinter nachhaltigem Investieren?

    Der Gedanke der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Wer nur so viele Bäume fällt, wie wieder nachwachsen können, sorgt dafür, dass der Wald für die künftige Nutzung zur Verfügung steht und auf Dauer seinen Wert behält. In diesem Sinne formulierte der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz schon im 18. Jahrhundert erstmalig das Prinzip der Nachhaltigkeit. Zu Beginn stand demnach ein plausibles Konzept, wie die natürlichen Ressourcen vor einer Übernutzung zu bewahren sind, um dauerhaft von ihnen leben zu können.

    Auch in der Geldanlage zielt die Nachhaltigkeit auf ein verantwortungsvolles Handeln, welches auch zukünftige Generationen mit einschließt. Nachhaltige Geldanlage ist die allgemeine Bezeichnung für verantwortliches, ethisches, soziales, ökologisches Investment. Laut Definition des „Forum Nachhaltige Geldanlage“ ergänzt die nachhaltige Geldanlage die klassischen Kriterien Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Bewertungspunkte.

    Das hört sich nicht nur gut an, es ist auch der wichtigste Trend beim Thema Geldanlage. Laut einer Umfrage aus September 2019¹ finden 68 Prozent der Befragten das Thema Nachhaltigkeit bei ihrer Geldanlage eher wichtig beziehungsweise sehr wichtig. Besonders häufig brachten dies die 18- bis 35- Jährigen an. Interessant war dabei die gleichzeitige Äußerung, dass die voraussichtliche Rendite keinesfalls zu kurz kommen dürfe.

    Wie teuer ist das gute Gewissen denn nun?
    Zu dieser spannenden Frage hat es schon einige Berechnungen gegeben. In der Regel wurde hier ein klassischer Aktienindex mit einem entsprechenden nachhaltigen Index verglichen. Bezogen auf die vergangenen Jahre war das Ergebnis fast immer das gleiche: Die nachhaltige Variante hat sich ungefähr genauso gut entwickelt wie der klassische Index. Und oftmals mit etwas geringeren Schwankungen (siehe Beispielgrafik).

    Und welche Aktiengesellschaft ist besonders nachhaltig?
    Auf diese Frage gibt es sehr unterschiedliche Antworten. Verschiedene Ansätze von Ratingunternehmen führen mitunter sogar zu gegensätzlichen Ergebnissen. Zwei konkrete Beispiele: Ist der Hersteller von Elektroautos nachhaltig oder aufgrund der umweltbelastenden Produktion der Batterien eben nicht? Gilt es, das Pharmaunternehmen aufgrund der notwendigen Tierversuche negativ einzustufen, oder überwiegen die positiven Aspekte?

    Das „grüne“ Investieren gestaltet sich in der Praxis komplexer als erwartet. Eine besonders bequeme Lösung ist es da, die Auswahl von nachhaltigen Investments, die gleichzeitig gute Renditechancen bieten, einem erfahrenen Profi zu übertragen: zum Beispiel in Form einer fondsbasierten Vermögensverwaltung. Hier sorgen Profi-Risikomanagement und ein gutes Gewissen für einen ruhigen Schlaf.

    ¹ repräsentative Studie im Auftrag der Zurich Versicherung


    ■ Hermann Mangels


1/2020 Der erste (Online-) Eindruck zählt - Wie Unternehmen über Google My Business ihre Professionalität unterstreichen

  • Wer im Internet gefunden werden möchte, kommt nicht an Google vorbei: Die Suchmaschine hat in Deutschland einen Marktanteil von knapp 95 Prozent. Nach Anbietern von Produkten und Ansprechpartnern für Dienstleistungen erkundigen sich Kunden und Interessenten heutzutage online und mobil. Dabei steigt die Zahl der Suchanfragen mit lokalem Bezug stetig: Sie macht mittlerweile einen Großteil aller Recherchen aus. Die Suchenden wollen wissen, wie und wann die Unternehmen vor Ort und in der Region erreichbar sind. Umso wichtiger ist es, dass die eine starke Online-Präsenz haben.

    Was ist Google My Business?
    Die kostenlose Online-Plattform Google My Business bietet die Möglichkeit, Firmeninformationen an einer zentralen Stelle zu verwalten und gebündelt zu aktualisieren – und zwar nicht nur für die Google-Suche, sondern auch für den Kartendienst Google-Maps. Unternehmen können hierüber ihre Sichtbarkeit im Internet erhöhen, für Interessierte schnell auffindbar werden und einen ersten professionellen Eindruck hinterlassen.

    Welche Vorteile bietet Google My Business darüber hinaus?
    Bei Google My Business hinterlegte Informationen wie zum Beispiel Öffnungszeiten oder Telefonnummern werden direkt in den Suchergebnissen angezeigt – angereichert um einen Karteneintrag aus Google Maps sowie Rezensionen. Dies können sowohl die bei Google hinterlassenen Bewertungen sein als auch die von anderen Portalen – vorausgesetzt, der Unternehmensname ist identisch, so dass Google die Einträge sicher zuordnen kann. Wenn vorhanden, lassen sich außerdem Artikel aus einem eigenen Unternehmensblog ins Suchergebnis integrieren.

    Weiterhin besteht die Möglichkeit, Fotos und Videos ins Unternehmensprofil einzubinden. Nicht umsonst heißt es, dass ein Bild „mehr als tausend Worte“ sagt: Bestenfalls verstärkt es den Eindruck, den das Unternehmen bei Kunden und Interessierten hinterlassen möchte, und vermittelt darüber hinaus ein Gefühl der Nahbarkeit. Hinzu kommt, dass Fotos und Videos Aufmerksamkeit und damit Klicks generieren – was Google auf Dauer mit einem besseren Ranking bei den Suchergebnissen honoriert.

    Vorteile bietet die Nutzung von Google My Business aus Unternehmenssicht insbesondere auch für die Recherche auf mobilen Endgeräten: Sucht ein Kunde oder Interessierter über ein Smartphone, füllt sein Suchergebnis den gesamten Bildschirm. Ist ein Unternehmen bei Google also – dank einer soliden Datenbasis – prominent platziert, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer auf den entsprechenden Link klickt. Denn zu anderen Suchergebnissen gelangt er nur durch weiteres Wischen auf dem Bildschirm. Außerdem lässt sich per Klick direkt die Telefonnummer des Unternehmens anwählen.

    Google My Business eignet sich auch für die Interaktion mit Kunden und Interessierten. Die können dem Unternehmen Fragen stellen, die – zusammen mit den zugehörigen Antworten – das Google-Profil der Firma ergänzen. Google informiert das Unternehmen über eingehende Fragen in Echtzeit per Mail. Und dieses kann mit einer zeitnahen und fundierten Antwort punkten.

    In den Statistiken im Verwaltungsbereich von Google My Business sammeln sich vielerlei interessante Informationen – beispielsweise, wie häufig das Unternehmensprofil in den Google-Suchergebnissen angezeigt worden ist, wie viele Nutzer die Wegbeschreibung abgerufen oder einen direkten telefonischen Kontakt hergestellt haben oder wie oft die Unternehmenswebsite aus dem Profileintrag heraus aufgerufen worden ist.

    Was ist erforderlich, um Google My Business zu verwenden?
    Google My Business kann nutzen, wer ein (kostenloses) Google-Konto besitzt. Die Anmeldung für die Online-Plattform funktioniert folgendermaßen:

    ◗◗ Google My Business aufrufen
    ◗◗ Oben rechts auf „Anmelden“ klicken
    ◗◗ Mit einem bestehenden Google-Konto anmelden oder ein neues erstellen
    ◗◗ Der Unternehmensdaten-Abfrage von Google folgen – beginnend mit der Adresse

    Tipp: Umgang mit Rezensionen
    Animieren Sie Ihre Kunden, Bewertungen zu Ihrem Google-My-Business-Profil zu schreiben! Sie erhalten von Google eine Info per Mail, sobald Sie eine neue Bewertung bekommen haben. Beantworten Sie jede Bewertung. Insbesondere auch – sachlich und freundlich – die Negativen. Das untermauert ihre Professionalität.

    Selbst haben Sie leider keine Möglichkeit, Bewertungen zu löschen. Die unterliegen der freien Meinungsäußerung. Allerdings können Sie durch Google Rezensionen entfernen lassen, die beispielsweise persönliche Angriffe, Schimpfwörter, Beleidigungen oder rechtsradikale Äußerungen enthalten.

    Je mehr positive Bewertungen Sie bekommen, umso eher wird Sie Google bei Suchanfragen berücksichtigen – und entsprechend vor Ihren Mitbewerbern platzieren.

    ■ Daniel Stengl, Karl-Heinz Löffler


1/2020 Ja Mensch, schon wieder März?! - Wenn der innere Schweinehund doch lieber im Körbchen liegen geblieben ist

  • Insbesondere wer ein eigenes Business führt, kennt das Problem: Eigentlich ruft die Arbeit 24/7. Zeit ist Geld. Und Sport kostet Zeit. Viele Unternehmer verbringen dabei auch noch viele Stunden vor dem Laptop. Und wenig Zeit in ergonomisch angebrachter Sitzhaltung. Gerade sie hätten Sport besonders nötig, denn sowohl schlechte Haltung als auch mangelnde Bewegung führen zu allerlei gesundheitlichen Beschwerden.

    Aber die guten Vorsätze sind ja da: Laut einer aktuellen Statista-Statistik wollen 52 Prozent der befragten Deutschen in diesem Jahr mehr Sport treiben. Damit ist das Sporteln sogar der beliebteste Vorsatz für 2020. Auf Rang zwei folgt übrigens, weniger Zeit in sozialen Medien zu verbringen (47 Prozent), auf Rang drei, sich gesünder zu ernähren (39 Prozent).

    Nun ist das aber mit den guten Vorsätzen so eine Sache. Andrea Weidemann kennt als Fitness-Trainerin das Phänomen, dass es allzu häufig bei der Bewegungsabsicht bleibt: Zu Beginn des Jahres sind die Sportkurse rappelvoll. Jetzt zeigen sich viele „neue Gesichter“. Ab März spätestens lässt dann oft die anfängliche Euphorie nach – und im April sind die Reihen wieder gelichtet. Warum ist das so?

    Erfahrungswerte einer Fitness-Trainerin
    Oft liegt der scheiternde Vorsatz daran, dass man sich einfach zu viel vorgenommen hat. Oder aber die gesteckten Ziele waren zu ungenau. Hinzu kommt: Wer es in den ersten drei Monaten nicht schafft, mindestens einmal, besser noch zweimal wöchentlich einen festen Sporttag in der Woche einzuplanen, der gibt schnell auf. Denn erst nach ungefähr drei Monaten entwickelt man ein neues Körpergefühl und das „Training“ wird zur Normalität.

    Es ist nicht leicht, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden und nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag sportlich aktiv zu werden.

    Und weshalb lohnt es sich unbedingt, doch noch die Kurve zu kriegen?

    Sport regt die Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns an. Der Körper schüttet mehr Glückshormone, die sogenannten Endorphine, aus, verbessert die Stimmung und baut Stress ab. Wer regelmäßig Sport treibt, hat mehr Energie, ist motivierter und konzentrierter im Alltag.

    Insofern ist es ein Irrglaube, Sport sei ein Zeitfresser, den man sich nicht leisten kann. Denn Gesundheit und Produktivität gehen Hand in Hand. Die Zeit, die man beim Sport verbringt, holt man also quasi wieder rein.

    Meine Tipps zum Loslegen

    ◗◗ Sport ist keine lästige Pflicht – die Sportart sollte einem Freude bereiten

    ◗◗ Keine übertriebenen Ansprüche an sich selbst stellen

    ◗◗ Eine realistische Einschätzung der eigenen körperlichen Fähigkeiten an den Tag legen

    ◗◗ Geduld mitbringen: Aus einem Sportmuffel wird nicht gleich ein Marathonläufer

    Hinweis: Viele Krankenkassen honorieren sportliche Betätigungen im Rahmen ihres Bonusprogramms – beispielsweise aktive Mitgliedschaften im Fitnessstudio oder in einem Sportverein.

    ■ Andrea Weidemann


1/2020 Ein Schritt in die richtige Richtung - Für Betriebsrenten gilt nun ein Freibetrag

  • Seit 2004 müssen diejenigen, die eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen haben, den vollen Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung auf ihre Betriebsrente zahlen. Eine Entlastung bringt das neue Betriebsrentenfreibetragsgesetz. Obendrein schafft es wieder mehr Vertrauen in die betriebliche Altersversorgung.

    Bislang hat es bei der Berechnung von Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung eine Freigrenze gegeben. Die ist zum 1. Januar 2020 in einen Freibetrag umgewandelt worden. Dieser Freibetrag beträgt aktuell 159,25 Euro und soll nun Jahr für Jahr mit der durchschnittlichen Lohnentwicklung wachsen.

    Zwischen dem Freibetrag und der Freigrenze gibt es einen entscheidenden Unterschied: Bei der neuen Regelung müssen Rentner nur für den Betrag Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zahlen, der nach Abzug des Freibetrages von ihrer Betriebsrente übrig bleibt. Bisher war es hingegen so, dass für die komplette Betriebsrente Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt werden mussten, sobald sie über der Freigrenze von zuletzt 155,75 Euro lag. Wer nach der neuen Regelung von seiner Betriebsrente Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zahlen muss, wird im Schnitt mit rund 25 Euro weniger zur Kasse gebeten als früher.

    Was gilt bei Kapitalauszahlungen?
    Bezieht ein Rentner eine Kapitalauszahlung statt einer Betriebsrente, werden hier über einen Zeitraum von zehn Jahren Beiträge für die Krankenversicherung fällig. Konkret gilt monatlich 1/120 des Auszahlungsbetrages als fiktive monatliche Rente.

    Ein Beispiel: Beträgt der Auszahlungsbetrag 36.000 Euro, beläuft sich die fiktive monatliche Rente auf 1/120 dieses Betrags, also auf 300 Euro.

    Auch hier greift nun die neue Regelung. Im Beispiel wird demnach von 300 Euro fiktiver monatlicher Rente der Freibetrag von 159,25 Euro abgezogen. Der Rentner muss also nur noch für 140,75 Euro Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung abführen.

    Wie wirkt sich die dynamische Anpassung des Freibetrags aus?
    Der Freibetrag soll sich der durchschnittlichen Lohnentwicklung anpassen. Erhöht die sich beispielsweise in den kommenden 30 Jahren jährlich um 1,5 Prozent, liegt er bei einem Renteneintritt im Jahr 2050 bereits bei 248 Euro. Sind es 2,5 Prozent, beläuft er sich zum selben Zeitpunkt schon auf 334 Euro.

    Gilt der Freibetrag für jeden einzelnen Betriebsrentenvertrag?
    Der Freibetrag wird monatlich nur einmal berücksichtigt – auch wenn jemand mehrere Betriebsrenten bezieht. Zudem ist er nicht übertragbar auf andere Arten von Versorgungsbezügen oder Einnahmen. Wird der volle Freibetrag nicht ausgeschöpft – beispielsweise, weil monatlich nur 100 Euro an Betriebsrente fließen –, „verfällt“ der übrige Teil.

    Und was ist mit der Pflegeversicherung?
    Für die Beiträge zur Pflegeversicherung ändert sich nichts. Hier gilt weiterhin eine Freigrenze. Die beträgt in 2020 ebenfalls 159,25 Euro.

    Greift die neue Regelung nur für künftige oder auch für aktuelle Betriebsrentenempfänger?
    Die Neuregelung betrifft auch diejenigen, die bereits Leistungen der betrieblichen Altersversorgung beziehen oder – im Falle einer Kapitalleistung – für die verbleibenden Monate der zehnjährigen Zahldauer Beiträge abführen. Die technische Umsetzung nimmt aber noch einige Zeit in Anspruch, weil die Abläufe bei den Krankenkassen und auch den Versicherern erst umgestellt werden müssen. Betriebsrentner sollten sich also darauf einstellen, dass die Entlastung erst mit Verzögerung greift, dann aber natürlich rückwirkend.

    Und was ist mit freiwilligen Mitgliedern in der gesetzlichen Krankenversicherung?
    Der neue Freibetrag gilt nur für gesetzlich Pflichtversicherte. Betriebsrentner, die freiwillig gesetzlich krankenversichert sind, können keinen Freibetrag geltend machen.

    Kommentar
    Mit dem Betriebsrentenfreibetragsgesetz will die Bundesregierung das Vertrauen in die betriebliche Altersvorsorge stärken. Sie geht damit einen weiteren Schritt in die richtige Richtung. Besonders junge Beschäftigte können so motiviert werden, eine Betriebsrente aufzubauen, und sollten arbeitgeberseitig unterstützt werden. Seit dem vergangenen Jahr fließen die Sozialabgabenersparnisse des Arbeitgebers mit in den Versorgungsvertrag. Wenn diese für den Arbeitgeber kostenneutrale Weitergabe noch mit einem zusätzlichen Festzuschuss ergänzt wird, profitieren beide Seiten: Der Arbeitnehmer baut eine wichtige zusätzliche Altersversorgung auf und der Arbeitgeber genießt ein hohes Ansehen in seiner Belegschaft.

    ■ Veronika Behrendt


1/2020 Recruiting 4.0: Was können KI und Social Ads wirklich?

  • Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Wie findet man als kleines oder mittleres Unternehmen in der heutigen Zeit überhaupt neue Mitarbeitende? Haben die klassischen Wege ausgedient? Unsere Autorin Silvia Wiefel klärt dies im Interview mit der Social-Media-Expertin Kristin Mattheis.

    Frau Mattheis, bei Ihrer Tätigkeit im Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ) haben Sie viel mit kleinen und mittleren Unternehmen zu tun. Was sind aus Ihrer Sicht die zentralen Herausforderungen, was das Thema Fachkräftemangel angeht?

    Für unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen im Verband sind sowohl die Digitalisierung als auch der leergefegte Arbeitsmarkt riesige Herausforderungen. Die Unternehmen müssen sich mit digitalen Kommunikationsstrategien auseinandersetzen, um die Fachkräfte, die es noch gibt, irgendwie zu erreichen. Der Bewerbermarkt hat sich zu einem Arbeitgebermarkt entwickelt. Fachkräfte brauchen mittlerweile keine Bewerbungen mehr zu schreiben, weil die Unternehmen sogenanntes Active Sourcing betreiben: Die Firmen versuchen von sich aus, mit vielversprechenden Kandidaten vom externen Arbeitsmarkt in Kontakt zu treten – indem sie sie über ihre Social-Media- beziehungsweise Business-Profile ansprechen.

    Funktionieren für kleine und mittlere Betriebe denn dann überhaupt noch die klassischen Wege zur Gewinnung von Mitarbeitenden?

    Wo man früher eine Zeitungsanzeige schaltete und viele gute Bewerbungen erhielt, muss der Recruiter von heute ganz neu denken: Welcher digitale Kanal ist für welche Zielgruppe der richtige? Wie spreche ich Generation Y and Z, also diejenigen, die ab 1980 geboren sind, überhaupt an? Und noch wichtiger: Wie kann ich mich als attraktiver Arbeitgeber im Netz verkaufen? Der „War for Talents“ ist da und Lösungen sind gefragt! Die klassischen Wege, wie die bereits erwähnte Zeitungsanzeige, funktionieren da eher weniger.

    Können Sie noch etwas näher auf denkbare digitale Lösungen eingehen?

    Die E-Recruiting-Welt ist wirklich bunt und vielfältig geworden: Einige Unternehmen setzen auf ihre eigenen Social-Media-Auftritte im Netz und sprechen Kandidaten direkt und persönlich an. Das besagte Active-Sourcing Prinzip hat Erfolg, denn mittlerweile gibt es laut einer Stepstone-Studie 33 Prozent aktiv Suchende und 33 Prozent wechselwillige Kandidaten auf dem Arbeitsmarkt. Die zweite Gruppe ist relevant und wichtig.

    Andere setzen auf Matching-Apps wie Truffls. Bei diesem „Tinder for Jobs“ werden Stellenausschreibungen von Unternehmen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz mit passenden Kandidatenprofilen online zusammengebracht. Mit einem Wisch kann dann der User entscheiden, dass die Stelle interessant ist, und das Unternehmen ruft direkt an.

    Das Interesse an Online-Portalen wie monster, stepstone, indeed und Co. nimmt seit Mai letzten Jahres, dem Start von Google for Jobs, massiv ab. Google schaltet seine Jobanzeigen in einem blauen Kasten über den zahlreichen Online Stellenbörsen und wird damit viel stärker und schneller wahrgenommen. Die Maßgaben für Stellenausschreibungen haben sich damit auch verändert, denn Google verlangt Daten und Transparenz. Ohne Vorteile des Jobangebots, Datum und Gehaltsangaben in Pflichtfeldern kann die Anzeige gar nicht online gehen.

    Gibt es auch Stolperfallen beim E-Recruiting?

    Es wurde beispielsweise vor Kurzem diskutiert, ob Social Ads, also maßgeschneiderte Online-Werbeanzeigen auf Facebook, diskriminierend sind, weil sie Zielgruppen extra ausschließen. Dazu sagen unsere iGZ-Arbeitsrechtler, dass „das bloße Platzieren oder Ausrichten einer für sich wertneutralen Stellenanzeige AGG-konform sein muss. Es ist daher eine Grenzziehung zwischen erlaubter Fokussierung auf bestimmte Personen und diskriminierender Ausgrenzung anderer notwendig.“ Hier wäre es am besten, die größtmögliche Spanne zu wählen, damit niemand diskriminiert wird. Facebook hat inzwischen einige Kriterien aus diesem Grund angepasst und gelöscht.

    Mit diesen digitalen Tools ergeben sich ja vielfältige Möglichkeiten. Welche Erfahrungen haben Ihre Mitgliedsunternehmen damit schon gesammelt?

    Unsere Zeitarbeitsfirmen nutzen sehr stark Online-Ads bei Google und Facebook sowie Instagram und erzielen damit gute Erfolge, die man auch messen kann. Innerhalb von einer Woche können so schnell und einfach Kandidaten gefunden und angesprochen werden. Wir sind die Generation Smartphone und auch dort erreichbar, deshalb sollten Unternehmen schauen, wo ihre Kunden online sind, und sich dort hinbewegen. Das können auch Foren wie eBay-Kleinanzeigen oder Fachportale sein.

    Und wie setzen die Unternehmen das in der Praxis um? In der Regel besteht ja bei kleinen Betrieben keine große Personalabteilung.

    Das stimmt. In vielen Betrieben, in denen keine eigene Personalabteilung existiert, wird das Recruiting durch die Verwaltungskräfte oder den Inhaber beziehungsweise Geschäftsführer ausgeführt. Unsere Zeitarbeitsunternehmen sind da natürlich spezialisiert, müssen sich aber auch um viele andere Dinge wie Arbeitsrecht, Integration von Geflüchteten und Weiterbildung kümmern.

    Dennoch ist es auch für kleine und mittlere Unternehmen möglich, über die genannten digitalen Kanäle ein zeitgemäßes Recruiting zu bewerkstelligen.

    Abschließend gefragt: Wie intensiv befassen sich Recruiter bereits damit, einen Überblick über all die neuen digitalen Möglichkeiten zu bekommen?

    Der Weiterbildungsdruck ist sehr hoch. Beim iGZ gibt es viele Seminare und Webinare zum Thema E-Recruiting und Social-Media-Kommunikation, was auch sehr gut angenommen wird.

    Vielen Dank Frau Mattheis, das klingt alles sehr spannend und herausfordernd für kleine und mittlere Unternehmen. Ich bin mir aber sicher, dass unsere Leser durch Ihre Tipps schon gute Impulse bekommen haben, um sich in dem Dschungel der Angebote ein wenig besser zurechtzufinden.

    ■ Silvia Wiefel


1/2020 Unbelegte Brötchen und Kaffee bilden zusammen kein Frühstück

  • Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit seinem Urteil vom 3. Juli 2019 (VI R 36/17) entschieden, dass es sich bei unbelegten Backwaren mit einem Heißgetränk nicht um ein lohnsteuerpflichtiges Frühstück handelt.

    Im Streitfall hatte ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern unbelegte Brötchen, Schoko- und Rosinenbrötchen sowie Heißgetränke kostenlos zum Verzehr im Betrieb bereitgestellt. Das Finanzamt sah dies als Frühstück an und damit als lohnsteuerpflichtigen geldwerten Vorteil.

    Der BFH folgte jedoch dem Urteil des Finanzgerichts, dass es sich nicht um Arbeitslohn in Form kostenloser Mahlzeiten handele, sondern um Aufmerksamkeiten, die lediglich der Schaffung günstiger Arbeitsbedingungen während eines fachlichen Austauschs dienten. Zu einem Frühstück gehörten zusätzlich Aufstrich und Belag.

    ■ Annika Hohoff


1/2020 Aufbewahrungsfristen in 2020

  • Grundsätzlich gilt für Unterlagen, die als Grundlage für Buchungen gedient haben, eine Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren, andernfalls von sechs Jahren.

    Die Aufbewahrungsfrist beginnt jeweils nach Ende des Kalenderjahres, aus dem im betreffenden Dokument die letzte Eintragung stammt – das heißt, wenn die letzte Buchung erfolgt oder der Jahresabschluss aufgestellt worden ist.

    Sind beispielsweise im Jahr 2009 die letzten Buchungen für 2008 vorgenommen und der Jahresabschluss für 2008 erstellt worden, so beginnt die Aufbewahrungsfrist am 1. Januar 2010 und endet mit Ablauf des Kalenderjahres 2019. Diese Unterlagen können daher ab dem 1. Januar 2020 vernichtet werden.

    Sollten noch nicht alle Steuerbescheide bestandskräftig sein, so führt dies zur Aussetzung der Aufbewahrungsfrist.

    Zu Unterlagen, die rund 30 Jahre aufbewahrt werden sollten, gehören Urteile, Mahnbescheide und Prozessakten.

    Ausbildungsurkunden und Abschlusszeugnisse, Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden von Familienangehörigen sollten genauso wie Unterlagen zur Rentenberechnung (Arbeitsverträge, Sozialversicherungsunterlagen und Gehaltsabrechnungen) und ärztliche Gutachten sogar ein Leben lang aufbewahrt werden.

    ■ Annika Hohoff


1/2020 Kassenbonpflicht soll Steuerbetrug vorbeugen

  • Seit dem 1. Januar ist jeder, der eine elektronische Kasse verwendet, dazu verpflichtet, seinen Kunden einen Beleg auszudrucken. Der Kunde muss diesen jedoch nicht an sich nehmen.

    Die Kassenbonpflicht soll für eine größere Transparenz im Kampf gegen Steuerbetrug sorgen. Das Finanzministerium spricht von Schäden in Milliardenhöhe, die dem Staat durch die fehlende Dokumentationspflicht bisher entstanden sind.

    Als ressourcenschonende Alternative zu Papierbons kann ein Beleg auch auf elektronischem Wege an den Kunden ausgegeben werden, beispielsweise per E Mail oder über eine App.

    Darüber hinaus gibt es bereits die Möglichkeit, den Bon per QR-Code zu senden und zu empfangen. Ist eine Kasse mit der entsprechenden Technik ausgestattet, so wird ein QR-Code angezeigt, den der Kunde mit seinem Smartphone scannt. Daraufhin erhält er den Kassenbon in digitaler Form.

    Weiterhin erlaubt ist die Verwendung einer offenen Ladenkasse. Hier müssen jedoch täglich der Kassenbestand gezählt sowie jeder Geschäftsvorfall zeitnah aufgezeichnet werden.

    ■ Annika Hohoff

© Copyright 2020, IGU - Interessengemeinschaft der Unternehmer kleiner und mittlerer Betriebe e. V.
  • |
  • Burgstraße 2-4
  • |
  • 48565 Steinfurt
TOP